Flüchtlingsdrama – Zweiter Akt

Flüchtlinge Notunterkunft Zelt Universität Bremen

Sie sind wirklich hier. Ich habe erst vor drei Wochen begriffen, was das eigentlich bedeutet. Das war als ich vor den weißen Zelten stand. Die Flüchtlinge aus dem Radio, dem Fernsehen – sie bekamen plötzlich Gesichter. Sie saßen vor dem Eingang auf hölzernen Klappstühlen und waren real. Mir wurde bewusst, dass ich sie bis jetzt nicht wirklich dafür gehalten hatte, wie das immer so ist, wenn man Dinge nur aus den Medien kennt. Wir interessieren uns, wir glauben Anteil zu nehmen, doch in Wahrheit können wir es uns nicht vorstellen. Es ist für uns so weit entfernt wie der Krieg in Syrien, oder mindestens wie die griechische Insel Kos. Aus dieser Perspektive habe ich schon einmal über Flüchtlinge geschrieben, über die Rettungsmissionen im Mittelmeer und die negative Einstellung vieler Deutscher – auch in meinem Umfeld – zur Aufnahme dieser Menschen in unserem Land. Meine Meinung hat sich nicht geändert, aber das Drama spielt sich für mich nicht mehr auf einer fernen Bühne ab. Es ist zu mir nach Hause gekommen, in meine Stadt.  Weiterlesen

The question of the refugees

(Dieser Artikel erschien zuerst auf meinem Blog „Wonderland“)

A few days ago I had a conversation with some people I usually really like (and think of as reasonable human beings) about the problem of the huge numbers of refugees coming to Europe at the moment. See, I normally avoid discussing controversial political topics, be it with friends, family or strangers, because I don’t need that stress and see no point in trying to persuade somebody of my worldview. I think the basis of tolerance is to allow somebody his own opinion and belief, whether you can understand it or not. But there are some limits, and that’s for example when it comes to the basics of human rights and justice – things everybody should share because of common sense. The question of the refugees is one of these basics. Weiterlesen