Wunder geschehen.

Nicht immer ist die Welt schlecht. Als Journalistin ist es manchmal schwer, sich das in Erinnerung zu rufen. Deshalb möchte ich diese Geschichte mit euch teilen.

Es ist die Geschichte eines 66-jährigen Syrers. Und es ist seit ein paar Monaten auch meine Geschichte. Das ist im Grunde seine Schuld; er hat mich da einfach mit reingezogen. Ich kann aber nicht sagen, dass ich es nicht gewollt hätte. Inzwischen ist er in meiner Heimatstadt so etwas wie eine Lokalberühmtheit und schreibt eine Kolumne für die Zeitung. Aber der Reihe nach. Weiterlesen

Nestbautrieb

Lang lang ist’s her, dass ich zuletzt gebloggt habe. Ich habe mich richtig geschämt, als ich nach so langer Zeit wieder einen Blick in meinen Account geworfen habe. Wie zu erwarten waren die Stats bitter enttäuschend. Aber das ändern wir jetzt! Ab jetzt wird der digitalen Selbstdarstellung wieder mehr Zeit gewidmet.

Vorher möchte ich mich aber noch ein wenig rechtfertigen. Die vergangenen Monate waren hart. Die 40-Stunden-Woche hat mich fest in ihren Klauen. Adé gute Zeiten des Studierens! Vor einem Jahr hatte ich sogar genug Muße, um auf meinem Reiseblog ein „Christmas Special“ zu machen. Wirklich wahr. Wie mein Blog habe ich in diesem Jahr auch die weihnachtliche Vorfreude völlig vernachlässigt.

Zu allem Überfluss bin ich auch noch umgezogen. Jetzt kann ich beim Bloggen anstatt auf das Dach von Aldi auf die Terrasse und einen verwilderten kleinen Garten schauen. Seit September kreisten meine Gedanken nur noch um Tapeten, Wandfarbe, Laminat. „Ist das jetzt der Nestbautrieb?“, zog mich meine Mama auf. Da wir ein Haus gekauft haben, fürchtete sie offenbar, bald Oma zu werden. Dabei war eigentlich bloß die Europäische Zentralbank Schuld an dieser Entwicklung. Und seit wann besteht überhaupt ein zwingender Zusammenhang zwischen diesen Dingen, Haus und Baby? Mama ist nicht die einzige, die so denkt. Ein Freund lachte neulich: „Erst die Hochzeit, dann das Kind und dann das Haus – das war euch wohl zu Mainstream?“

Offenbar ist das die gesellschaftlich korrekte Reihenfolge. Erstaunlich, man hält sich und sein Umfeld für so modern und aufgeklärt – und dann so was. Überhaupt beobachte ich einen seltsamen Trend im Freundeskreis. Bei Partys sind die Karten-Trinkspiele verschwunden. Stattdessen sind die Themen bei einem Glas Wein auf einmal: Neue Möbel, der Job und – ich sag’s echt nur ungern – Kinder. Was ist da passiert? Ich will es nicht wahr haben, aber am Ende hat Mama vielleicht Recht. Am Ende sind wir alle genetisch programmierte Roboter und es gibt tatsächlich so etwas wie den „Nestbautrieb“. Eine unheimliche Vorstellung.

Besides, I tweet.

(Dieser Artikel erschien zuerst auf meinem Blog „Wonderland“)

I do. Occasionally. But I still I have no idea what I’m doing. Everytime I log in my Twitter account it feels like stepping into a different world whose rules are all Greek to me. People follow mysterious hashtags with origins sometimes traceable and sometimes…not.  Weiterlesen

So I made a Facebook Year in Review.

(Dieser Artikel erschien zuerst auf meinem Blog „Wonderland“)

I admit: I did it. During the last two weeks or so the Year in Reviews of my friends popped up on Facebook and I was slightly irritated: What was this? How did they do it and why? I didn’t read one of them. Yesterday Facebook lured me onto doing the same foolish thing. It showed me my personal Year in Review and the design was quite pretty so I thought: „Nah, that won’t hurt“ and shared it. Afterwards I thought: „You little idiot.“ Until today not even one of my friends liked this post. That’s my rightful punishment! 😉

Apart from being useless this little display of jolly moments is a big lie. Most people use a social network to show off with only the shiny highlights of their lives. What does Facebook know about my life? About the hard facts I fear it knows far more than I wish – but when it comes to emotions the algorithms fail completely.  Weiterlesen